Schneller, höher, weiter…

Mindestens 60% aller Athleten sollen bei der Olympiade in London gedopt gewesen sein, dies behauptet kein Laie, sondern ein ehemaliger Dopinghändler.
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Alle vier Jahre für ein paar Wochen stellen die olympischen Sommerspiele beinahe alles andere in den Schatten. Medial steht eine Tabelle mit Nationen und deren gewonnen Medaillen im Fokus des Interesses. Gelegentlich könnte man meinen, der Medaillenspiegel gäbe den aktuellen Stand der Weltherrschaft wieder. Dass gerade China an erster Stelle dieses Spiegels steht, sorgt für sehr viel Argwohn. Erfolgreiche chinesische Athleten/innen werden sehr schnell mit Doping in Verbindung gebracht. Vielleicht zu Recht und die regelrechte Züchtung von Sportler/innen wirft definitiv kein gutes Licht auf die derzeit erfolgreichste Sportnation. Erinnerungen an die ehemalige DDR sind teilweise nicht von der Hand zu weisen. Nach objektiven Kriterien wie der Bevölkerungsanzahl pro Staat gemessen, ist der erste Platz im Medaillenspiegel für China jedoch im Grunde logisch. Nach dem Verbot der Ganzkörper Schwimmanzüge nach der Olympiade von 2008 waren sich die Experten mehr oder weniger einig, dass diese Weltrekorde wohl lange Bestand haben würden, 2012 wurden jedoch wieder acht Weltrekorde gebrochen. Wobei die USA am erfolgreichsten waren.

Hinter wie vielen Medaillen und Rekorden stehen hier wohl unerlaubte Mittel? Vielleicht ist auch hier ein bisschen mehr Fairness angebracht, was übrigens auch ein wichtiges Ideal des Sports wäre. Doch die perfekte Inszenierung und Kommerzialisierung der olympischen Spiele fordert irgendwo ihren Tribut. Vielleicht muss dies heute so sein, mein persönliches Wohlbefinden jedenfalls hängt zum Glück nicht vom Medaillenspiegel der olympischen Spiele ab.

Kommentare

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Markus Bucheli schrieb am 14. August 2012 um 20:10
Vielen Dank für Ihren Beitrag Pascal Merz. Falls Sie in Ihrem Autorenprofil noch etwas mehr über sich erzählen möchten, würden wir uns freuen. Ein ausgefülltes Autorenprofil sorgt auch für eine höhere Aufmerksamkeit bei unserer Leserschaft.

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Pascal Merz

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